Wenn im Wald ein Unfall passiert, muss jeder Handgriff sitzen – und erst einmal muss man die Unfallstelle finden! Genau das war die Herausforderung bei unserem letzten Übungsabend.
Der Abend begann mit der Einsatzmeldung „TH Y Sägeunfall“. Das bedeutet: ein Unfall mit technischer Hilfeleistung, bei dem Menschenleben in Gefahr sind. Unser Einsatzleiter Sven erhielt von Wehrführer Torben die Positionsangabe direkt auf sein Smartphone. Denn ein solcher Unfall passiert vermutlich nicht mitten im Dorf, sondern irgendwo rund um Eggstedt.
Torben hatte am Nachmittag gemeinsam mit unserem ehemaligen stellvertretenden Wehrführer Johann ein realistisches Szenario vorbereitet: Unsere Übungspuppe lag unter zwei Baumstämmen eingeklemmt – ein Unfall, wie er bei Sägearbeiten im Wald hoffentlich niemals passiert.
Die erste Herausforderung war, die Einsatzstelle überhaupt zu finden. Es war bereits stockdunkel, und die Zufahrt war schmal und leicht zu übersehen. Zum Glück war Torben als Erster vor Ort und konnte die anrückenden Fahrzeuge einweisen. So ging es schnell weiter mit dem eigentlichen Auftrag: die eingeklemmte Person retten.
Sven verschaffte sich zunächst einen Überblick und verteilte die Aufgaben an die Gruppenführer Susanne und Ralf. Die Einsatzstelle wurde mit beleuchteten Pylonen abgesichert. Anschließend mussten der Weg zur Unfallstelle markiert, der Bereich ausgeleuchtet und die benötigte Ausrüstung herangeschafft werden. Dazu gehörten unter anderem die Motorsäge und das hydraulische Rettungsgerät. Da kam einiges zusammen, das erst einmal durch die Dunkelheit getragen werden musste!
Bei der Rettung selbst lief es richtig gut: Mit dem hydraulischen Gerät hoben wir einen Baumstamm an und konnten unsere Übungspuppe zügig befreien. Direkt vor Ort besprachen wir anschließend gemeinsam den Ablauf. Was hat gut funktioniert? Wo gibt es Besonderheiten? Und was könnten wir beim nächsten Mal noch besser machen?
Torben hatte dabei eine klare Botschaft für alle: „Licht, Licht, Licht!“
Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung entscheidend, damit alle sicher arbeiten können. Unsere Akkuleuchten haben sich dabei erneut bewährt. Außerdem stehen auf jedem unserer Fahrzeuge ausreichend Handleuchten zur Verfügung.
Eine spannende und lehrreiche Übung, die uns gezeigt hat, wie wichtig gute Vorbereitung, Teamarbeit und die richtige Ausrüstung sind. Denn wenn es im Ernstfall darauf ankommt, muss jeder wissen, was zu tun ist – auch bei Dunkelheit und unter schwierigen Bedingungen.
Ein herzliches Dankeschön an Liane und Johann Kühl, die uns ermöglicht haben, diese Übung in ihrem Waldstück durchzuführen.
Lust, einmal selbst dabei zu sein? Bei der Feuerwehr geht es nicht nur darum, im Einsatz zu helfen. Wir üben gemeinsam, lernen voneinander und erleben, wie viel man als Team erreichen kann. Wer neugierig ist, darf gern bei uns reinschauen. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht!


























