An unserem Übungsabend drehte sich diesmal alles um das Thema TH – Technische Hilfe. Dabei ging es um die Frage, wie sich Menschen möglichst schonend aus einem verunfallten Fahrzeug retten lassen.
Für solche Einsätze steht uns unser hydraulischer Rettungssatz zur Verfügung. Dieser wurde inzwischen um einen Rettungszylinder erweitert. Dazu gehören außerdem verschiedene Hilfsmittel wie Splitterschutz und Kantenschutz. Doch Technik allein reicht natürlich nicht aus – der Umgang mit den Geräten muss regelmäßig geübt werden. Denn im Ernstfall soll möglichst jeder Handgriff sitzen.
Unser Gerätewart Dave hatte dafür ein altes Fahrzeug organisiert. Jens unterstützte ihn beim Abholen des Fahrzeugs. Dieses Mal stand eine Limousine für unsere Übungen bereit – und die bekam an diesem Abend einiges zu spüren.
Los ging es mit der Kofferraumklappe. Über die Rückleuchten wurde zunächst eine kleine Öffnung geschaffen, durch die unser hydraulischer Spreizer angesetzt werden konnte. So ließ sich die Kofferraumklappe schließlich öffnen.
Danach ging es an den Seiten des Fahrzeugs weiter: Türen wurden geöffnet, das Armaturenbrett weggedrückt und auch das Lenkrad aus dem Bereich eines möglichen Unfallopfers bewegt. Mit gezielten Schnitten in der Karosserie wurde das Fahrzeug Stück für Stück weiter geöffnet und auseinander gedrückt.
Natürlich geht es bei einem echten Unfall nicht darum, ein Auto möglichst schnell „zu zerlegen“. Jede Maßnahme hätte einen bestimmten Grund – zum Beispiel wenn sich eine Tür nach einem Unfall nicht mehr öffnen lässt oder eine Person im Fahrzeug eingeklemmt ist. Dann muss die Feuerwehr Möglichkeiten schaffen, um schnell und gleichzeitig möglichst schonend helfen zu können.
Dabei zeigte sich auch wieder, dass Fahrzeug nicht gleich Fahrzeug ist. Im Vergleich zu unserem letzten Übungsauto gab es deutliche Unterschiede. Was bei einem Fahrzeug relativ einfach funktioniert, kann bei einem anderen deutlich mehr Aufwand erfordern. Genau deshalb sind solche praktischen Übungen so wichtig.
Insgesamt waren 19 Feuerwehrleute mit großer Begeisterung dabei. Dass der Übungsabend am Ende deutlich länger dauerte als sonst, störte dabei niemanden – im Gegenteil. Es gab viel auszuprobieren, zu lernen und natürlich auch jede Menge praktische Erfahrungen zu sammeln.
Auch unser Bürgermeister Stefan schaute wieder vorbei und ließ es sich nicht nehmen, unsere Neuanschaffungen einmal in Aktion zu erleben.
Besonders gefreut haben wir uns außerdem über den Besuch von Kevin, der sich unsere Arbeit an diesem Abend einmal genauer angesehen hat. Vielleicht sehen wir Dich ja beim nächsten Übungsabend wieder – und wer weiß, vielleicht dann schon in Feuerwehrkleidung. 😉
Ein großes Dankeschön geht an Dave, der den Übungsabend hervorragend vorbereitet hatte. Er hatte die einzelnen Übungen und Stationen genau geplant und sich Gedanken darüber gemacht, welche Möglichkeiten wir am Fahrzeug ausprobieren können. So konnten wir an diesem Abend wieder eine Menge praktische Erfahrungen sammeln.
Und wer jetzt denkt, so ein Fahrzeug mit Spreizer, Schere und Rettungszylinder auseinanderzunehmen, könnte eigentlich ganz spannend sein: Bei uns gibt es regelmäßig Neues zu sehen und auszuprobieren. Man muss dabei nicht schon alles können – schließlich sind unsere Übungsabende genau dafür da, gemeinsam zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.








































