Gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren ist für uns wichtig – und deshalb darf man sich ruhig auch mal gegenseitig zum Übungsabend einladen. Genau das haben wir jetzt genutzt und waren zu Gast bei der Feuerwehr Schafstedt.
Das Übungsszenario hatte es dabei durchaus in sich: Angenommen wurde ein „Feuer groß“ mit einer vermissten Person. Wir trafen praktisch gleichzeitig mit den Schafstedtern am Übungsort ein. Der lag etwas außerhalb von Schafstedt, sodass wir für die Anfahrt ungefähr die gleiche Zeit benötigten.
Die Einsatzleitung übernahm die Feuerwehr Schafstedt. Unsere Aufgaben waren die Suche nach der vermissten Person und der Aufbau einer Wasserversorgung über einen Hydranten. Gleichzeitig wurden weitere Trupps eingesetzt, um die Brandbekämpfung zu übernehmen und die benachbarten Gebäude vor den Flammen zu schützen.
Die Gebäude des Übungsobjektes lagen ein gutes Stück von der Straße entfernt. Für die gesamte Wegstrecke hätten die Schläuche unseres TSF allerdings nicht ganz gereicht. Zwar waren auf der Schlauchpalette noch einige zusätzliche Schläuche vorhanden, trotzdem mussten weitere Schläuche von den anderen Fahrzeugen ergänzt werden. Wegen der langen Wegstrecke kam zusätzlich unsere Tragkraftspritze zum Einsatz, damit am Ende auch genügend Wasserdruck zur Verfügung stand.
Für die Personensuche gingen insgesamt drei Trupps ins Gebäude: ein Trupp aus Schafstedt unter Atemschutz und zwei Trupps mit jeweils zwei Feuerwehrleuten aus Eggstedt. Die vermisste Person – in diesem Fall eine Übungspuppe – war schnell gefunden und konnte aus dem Gebäude gerettet werden.
Doch damit war die Übung noch nicht vorbei. Im Innenangriff wurde zusätzlich ein Atemschutz-Notfall simuliert: Ein Atemschutzgeräteträger verletzte sich und musste ebenfalls aus dem Gebäude gerettet werden. Damit wurde es für die eingesetzten Trupps noch einmal richtig spannend, denn ein Atemschutz-Notfall stellt die Einsatzkräfte vor eine ganz besondere Herausforderung.
Während im Gebäude die Menschenrettung geübt wurde, liefen draußen die Löscharbeiten und der Schutz der benachbarten Gebäude weiter. Nachdem auch diese Aufgaben bewältigt waren, wurde das Übungsende verkündet.
Bei der anschließenden Besprechung erklärte der Schafstedter Wehrführer Stephan Denker noch einige Besonderheiten zum Übungsobjekt. Gerade solche Informationen sind für uns interessant, denn bei einem echten Einsatz hilft es enorm, wenn man die örtlichen Gegebenheiten und die Möglichkeiten der Nachbarwehr bereits kennt.
Für uns war es deshalb ein rundum gelungener Übungsabend: gemeinsam üben, voneinander lernen und dabei auch einfach eine gute Zeit miteinander haben. Genau so soll Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren aussehen.
Und weil zu einem gelungenen Übungsabend auch der gemütliche Teil gehört, ging es anschließend noch gemeinsam ins Schafstedter Gerätehaus. Dort warteten bereits leckere Bratwürste auf die hungrigen Feuerwehrleute.
Vielen Dank an die Feuerwehr Schafstedt für die Einladung und den tollen gemeinsamen Übungsabend!

































