Übungsabend – Rettung einer verunfallten Person aus der Höhe

    Unser Übungsabend stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung. Angenommen wurde, dass nach einem lauten Knall eine Person vermisst wird. Als Einsatzort wurde der Wiesengrund gemeldet. Die Einsatzleitung übernahm an diesem Abend unser Kamerad Dave.

    Schon die Adresse ließ vermuten, dass sich die Übung an unserem neuen Gemeinschaftshaus abspielen würde. Nach dem Eintreffen verschaffte sich der Einsatzleiter gemeinsam mit den Gruppenführern einen Überblick über die Lage. Schnell wurde die vermisste Person auf einer Zwischendecke im Gebäude entdeckt.

    Da sich im Bereich der verletzten Person zahlreiche lose Stromkabel befanden, musste zunächst von einer Gefahr durch elektrischen Strom ausgegangen werden. Für die Übung wurde angenommen, dass der Stromversorger das Gebäude bereits vollständig stromlos geschaltet hatte. Erst danach konnten die Kabel vorsichtig beiseitegelegt werden. Auch eine dort abgestellte Handwerkerleiter wurde entfernt, denn im Einsatz verlassen wir uns ausschließlich auf unsere eigene, regelmäßig geprüfte Ausrüstung.

    Während einige Feuerwehrleute die verletzte Person erreichten und mit der Ersten Hilfe begannen, musste gleichzeitig überlegt werden, wie die Rettung am sichersten durchgeführt werden konnte. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse kamen mehrere Möglichkeiten nicht infrage. Schließlich entschieden wir uns dafür, die Person auf einem Spineboard – einer speziellen Rettungstrage zur schonenden Rettung und Stabilisierung verletzter Menschen – zu sichern und anschließend kontrolliert über eine Leiter nach unten zu bringen.

    Auch an diesem Übungsabend hatten wir wieder interessierten Besuch. Grit aus der Gemeindevertretung beobachtete unsere Übung und übernahm kurzerhand die Rolle der Notärztin. Nach der erfolgreichen Rettung konnte die verletzte Person an sie übergeben werden – damit war das Übungsziel erreicht.

    Im Anschluss nahm sich Grit noch Zeit, uns durch das neue Gemeinschaftshaus zu führen. Dabei beantwortete sie viele Fragen zur zukünftigen Nutzung der einzelnen Räume. Herzlichen Dank für Deine Zeit, die interessante Führung und Dein Interesse an unserer Übung.

    Zur Beruhigung sei noch erwähnt: Bei der verletzten Person handelte es sich selbstverständlich um unsere Übungspuppe.

    Solche Übungsabende sind für uns besonders wertvoll. Sie bieten die Möglichkeit, verschiedene Rettungsmethoden unter realistischen Bedingungen auszuprobieren, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und für den Ernstfall zu trainieren.

    Insgesamt nahmen 17 Feuerwehrleute an der Übung teil.

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