Übungsabend mit Hochdonn

    Dichter Rauch dringt aus einem Wohnhaus, mehrere Menschen werden noch im Gebäude vermisst – so lautete die Lage für unseren gemeinsamen Übungsabend mit der Freiwillige Feuerwehr Hochdonn.

    Solche gemeinsamen Übungen mit den Nachbarwehren stehen in diesem Jahr bewusst auf unserem Dienstplan. Denn im Ernstfall arbeiten wir im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe eng zusammen. Und wenn man sich bereits kennt und Abläufe gemeinsam trainiert hat, funktioniert die Zusammenarbeit später umso besser.

    Unser Wehrführer Torben Clodius hatte sich dafür ein besonders realistisches Szenario ausgedacht. Die angenommene Lage: ein großes Feuer mit Menschenleben in Gefahr. Dank der Familie Heimrich stand uns dafür ein leerstehendes Haus zur Verfügung, das im kommenden Jahr abgerissen werden soll – also ein ideales Übungsobjekt.

    Mit einer Nebelmaschine wurde das Gebäude komplett verraucht. Im Inneren versteckte Torben drei Übungspuppen, die von den Einsatzkräften gefunden und gerettet werden mussten. Vielen Dank an die Feuerwehren aus Schafstedt und Hochdonn, die uns dafür zusätzliche Übungspuppen ausgeliehen haben.

    Wie bei einem echten Einsatz trafen wir zuerst an der Einsatzstelle ein. Die Einsatzleitung übernahm unser stellvertretender Wehrführer Ralf Rönna. Aufgrund der gemeldeten Lage wurde die Feuerwehr Hochdonn nachalarmiert.

    Schon nach wenigen Minuten herrschte rund um das Gebäude reger Betrieb. Gemeinsam bauten beide Feuerwehren zunächst die Wasserversorgung auf und sicherten die Einsatzstelle. Außerdem wurden die Nachbargebäude geschützt, damit sich das angenommene Feuer nicht weiter ausbreiten konnte.

    Erst nachdem die Wasserversorgung stand, gingen die insgesamt fünf Trupps unter Atemschutz in das völlig vernebelte Haus vor. Drinnen warteten enge Räume, unübersichtliche Flure und verschlossene Türen auf die Einsatzkräfte. Teilweise mussten Türen erst gewaltsam geöffnet werden, um weiter voranzukommen.

    Die Sicht im Gebäude lag praktisch bei null. Nur tastend konnten sich die Trupps Raum für Raum vorarbeiten. Nach und nach wurden alle drei vermissten Personen gefunden und aus dem Gebäude gerettet. Dabei zeigte sich schnell: Eine Übungspuppe mit bis zu 50 Kilogramm Gewicht aus einem verwinkelten Haus zu tragen, ist alles andere als einfach.

    Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie gut die Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden aus Hochdonn funktioniert. Genau dafür sind solche Abende wichtig – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Trotzdem hoffen wir natürlich, dass es bei Übungen bleibt.

    Als Gast konnten wir außerdem unseren Amtswehrführer Hauke Pusch begrüßen, der die Übung aufmerksam begleitet hat.

    Zum Abschluss trafen sich alle Beteiligten zur Nachbesprechung im Gerätehaus in Eggstedt – natürlich bei einer Grillwurst.

    Vielen Dank an die Freiwillige Feuerwehr Hochdonn für euren Besuch und den gemeinsamen Übungsabend. Es hat viel Spaß gemacht, zusammen zu üben.

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